Termine
Die nächste Aktion ist vom 17.-20. Juni. Nähere Informationen enthält das folgende pdf:
Metropolar-Führung
FR 18./ SA 19. und SO 20. jeweils 16:00 Uhr
(Startpunkt Metropolar Café)
Zwischen Havelufer und Platz der Einheit erstreckt sich an “historischer Stelle” ein Konglomerat der Kontraste.
Hier überlagern sich Spuren der Vergangenheit, kriegsbedingte Narben und Zeugen eines großflächigen Umgestaltunswillens der Nachkriegsjahrzehnte – und die Geschichte schreitet voran, oder etwa nicht?
In einstündigen Rundgängen versuchen wir uns diesem spannungsgeladenen Ort und der Komplexität seiner Geschichte zu nähern.

Café Metropolar Treffpunkt / Information
Öffnungszeiten
DO 17., 16-22 Uhr und FR 18., 15-01 Uhr
SA 19., 12-22 Uhr und So 20., 11-17 Uhr
Das Café Metropolar wird Treff- und Informationspunkt sein. Hier kann jeder Platz nehmen, in Ruhe in Büchern zur Ostmoderne nachschlagen, gemeinsam ins Gespräch kommen und sich über bisherige Aktionen der Gruppe metropolar informieren.
Es werden Zeichnungen und Fotografien vom Haus des Reisens gezeigt und die entstehenden Zeichnungen vom Staudenhof ausgestellt.
Wahrnehmungswerkstatt
Do 17., 16- 19 Uhr, FR 18., 15-19 Uhr, SA 19., 12-17 Uhr und SO 20., 12-17 Uhr
Die Wahrnehmungswerkstatt sucht eine künstlerische Auseinandersetzung mit dem Staudenhof. Durch unterschiedliche Methoden soll die Wahrnehmung für die Umgebung geschärft und anhand von Zeichnungen, Fotografien, Interviews und Soundcollagen dokumentiert werden.
Stadtgespräch
FR 18., 19:00 Uhr
„Die Devise heißt: ‘Schneller, billiger und besser’. Das industrielle Bauen verspricht ein hohes Bautempo, niedrige Kosten und eine höhere Lebens- und Wohnqualität. Massenhaft werden die industriell gefertigten Betonplatten zu Wohnblöcken montiert.
Architekten und Städteplaner sehen die Chance zur Verwirklichung eines variablen Systems, mit dem sich aus genormten Platten – wie mit einem Baukasten – eine große Vielfalt von Bauten herstellen lässt und die in Städten voller ‘Licht, Luft und Grün’ allen Bedürfnissen ihrer Bewohner gerecht werden.“, so umschreibt der Ankündungstext des Dokumentarfilms „Die Platte“ von Sabine Loll Utopien und Ideen der damaligen Zeit.
In einem offenen Gespräch über den Staudenhof, seine Ursprünge, seine Utopien und seine konkrete baulichen Umsetzung diskutieren wir mit der einstigen Gestalterin Hiltrud Berndt, dem Inselgärtner Jörg Näthe und einem Architekten/Stadtplaner (tbc). Nicht zuletzt soll es auch um den Umgang Potsdams mit dieser Bauepoche gehen.
Conversion
FR 18., 20-03 Uhr
Die Reihe Conversion bietet eine Plattform für junge Künstler, die mit elektronischer Musik experimentieren. Als Metropolar-Spezial werden Geräuschaufnahmen des Staudenhofs und seiner Architektur elektronisch interpretiert. Danach drehen hagen richter, silva rymd, basscadet, baby steinbutt und vj bill belén lustvoll an den Reglern und es darf getanzt werden.
Soundwelten
SA 19., 18-22 Uhr
Elektronische Soundwelten mit Markus Detmer (Staubgold / Berlin)
Markus Detmer’s mixes are mixes without borders. For 10 years he’s playing in clubs around the world, presenting his sensitive sound collages of Psychedelic Music, Exotica, Jazz, Post Punk, Krautrock, Reggae and Electronic music from the 1920s to the 21st century. Creating warm and cosy atmospheres, Markus’ DJ sets are aural movies both for extreme dancers and adventurous listeners, telling love stories with always happy endings!
As founder and manager of the label Staubgold since 1998, Markus Detmer created an acknowledged and acclaimed brand for experimental and electronic music from around the world. Its roster can boast internationally known names like Faust, To Rococo Rot, Mapstation, Ekkehard Ehlers, Rafael Toral and Oren Ambarchi.
In June 2010 Staubgold will release catalogue number 100, «100 Jahre Einsamkeit: Markus Detmer Plays Staubgold». This compilation features all the best tracks from the label mixed by Markus Detmer himself, following Peter Grummich’s and Alec Empire’s dj mix cds for Staubgold in 2008 and 2009.
www.staubgold.com
Sonntagsmatinée DIE PLATTENSPIELER
SO 20., 11-14 Uhr
Ein Plattenspieler lädt zum gemeinsamen Hören von mitgebrachten Platten ein und sucht seine Spieler!
Ob Schlager, Rock und Pop, Underground oder alte Minnegesänge… man darf gespannt sein, was jeder aus seiner Wohnzimmerschrankwand zaubert.
Tanz und Bewegungsraum
SO 20., 14-16 Uhr
Im Stadtraum innehalten, sich einen Platz suchen, beobachten. Die alltäglichen Bewegungen wahrnehmen. Bei sich selbst, bei den Passanten, im Raum. Von hieraus richtet sich der Blick neu auf Umgebung. Von hieraus beginnt die Erkundung des Raums. Körper, Proportion, Dynamik und Architektur. Ein Wagnis, ein Vergnügen. Ein bewegter Raum. Für alle tanzbegeisterten und interessierten Menschen, die Spaß an Bewegung haben. Kommt vorbei und probiert aus. Mit Leichtigkeit werden wir den Raum erkunden, unseren eigenen Körper und die Umgebung in ein aktives Zusammenspiel bringen. Treffpunkt: Café metropolar, im Staudenhof , bringt bequeme Kleidung mit.
Filme
DO 17., 19:00 Uhr
DIE PLATTE – GESCHICHTEN IN BETON (Sabine Loll, 2006)
Die ‘Platte’ ist zu einem Synonym für ‘DDR’ geworden. Millionen Menschen lebten und leben in der ‘Platte’.
Der Film erzählt die Geschichte einer architektonischen Utopie und er erzählt Geschichten vom wirklichen Leben in der Platte 
und
THEATER OHNE ENDE (Klaus Wunder, 1993)
Über Jahre hinweg dokumentierte der Potsdamer Klaus Wunder die bewegte Geschichte des Theaterneubaus am alten Markt mit seiner Kamera. Entstanden ist ein höchst absurdes Kammerspiel über die Potsdamer Stadtbaupolitik. Ein Juwel der DDR-Dokumentarfilmgeschichte, das es noch zu entdecken gilt. Es sollte wundern wenn Wunders THEATER OHNE ENDE nicht zum Kultfilm wird.
FR 18., 17:00 Uhr
DIE ARCHITEKTEN (Peter Kahane, 1989/90)
Noch kann er sich an seine Ideale als junger Architekturstudent erinnern. Doch was ist daraus geworden? Karriere hat Daniel Brenner, 38 Jahre alt, nicht gemacht. Bisher konnte er nur Buswartehäuschen projektieren. Aus diesem Zustand der Lähmung und Lethargie wird er noch einmal herausgerissen, endlich scheinen seine Träume Wahrheit zu werden. Durch die Unterstützung seines alten Professors erhält er den großen Auftrag, für Berlins Neubaugebiet Marzahn ein kulturelles Zentrum zu schaffen. Einige seiner ehemaligen Kommilitonen gewinnt er für dieses Projekt, ein Team von leidenschaftlich engagierten Jungarchitekten entsteht. Gemeinsam suchen sie nach Alternativen zu der staatlich verordneten Monotonie und Gleichförmigkeit, die weit über das Bauwesen hinaus bis in das Privatleben hineinreicht. Diese Erfahrung muss auch Daniel machen. Viel zu spät erkennt er, wie sehr seine Frau Wanda vom ewig gleichen Alltag erdrückt wird. Sie will nicht mehr warten, sondern ihr Leben im Hier und Heute leben, weshalb sie gemeinsam mit Tochter Johanna aus der DDR ausreist. Gleichzeitig zum privaten Desaster platzen auch Daniels berufliche Utopien, der staatliche Bürokratismus siegt erneut.
Thomas Knauf und Peter Kahane entwickelten 1988 das Drehbuch als schonungsloses Statement über eine hoffnungslos stagnierte Gesellschaft. Zum ersten Mal sollten offen Tabuthemen wie Stasispitzel und Ausreisewillige angesprochen werden. Erst am 3. Oktober 1989 konnten die Dreharbeiten beginnen und wurden quasi von der Geschichte überrollt. Als der Film Ende Juni 1990 startete, erhielt er zwar Preise und Anerkennung von der Presse, fand allerdings kein breites Publikum. 1991 wurde er in der Sektion “Neue deutsche Filme“ auf den Internationalen Filmfestspielen Berlin gezeigt. Heute ist er ein berührendes Dokument über die Endzeit der DDR und die verlorenen Hoffnungen einer Generation, die so alt wie dieser Staat war.
Spielfilm DEFA – DDR, 1990, 108 min.
Regie: Peter Kahane, Kamera: Andreas Köfer, Darsteller: Kurt Naumann (Daniel Brenner), Rita Feldmeier (Wanda Brenner), Werner Dissel (Alter), Uta Eisold (Renate Reese), Christoph Engel (Ökonom Endler), Ute Lubosch (Franziska Scharf), Jörg Schüttauf (Wilfried Berger)
SA 19, 16:00 Uhr
FÜR DEN SCHWUNG SIND SIE ZUSTÄNDIG (Margarethe Fuchs, 2003)
Dokumentarfilm über den Architekten und Ingenieur Ulrich Müther
IM ANSCHLUSS EINE WALLFAHRT ZUR SEEROSE (GEBAUT 1980) MIT UMTRUNK UND POLONAISE.
“Wir waren eben zur richtigen Zeit am richtigen Ort”, meint Helmut Neudert, ehemals Tischler und Modellbauer bei VEB-Spezialbeton Rügen. “Man braucht neben diesen Plattenbauten etwas, was ein wenig Schwung hat und Schwung macht Müther”.
Ulrich Müther, der Baumeister aus Binz/Rügen, setzte mit seinen Gebäuden seit Mitte der 60er Jahre eigenwillige Zeichen und spiegelte mit der Formensprache das Selbstgefühl dieser Zeit wieder. Die Dächer schwingen sich weit, ragen spitz und kühn in den Himmel oder stehen wie verloren gegangene Ufos in den Dünen.
D 2003, 58 min
Idee und Regie: Margarethe Fuchs, Kamera: Andreas Feigle, Ton: Kai Lüde
vergangene Aktionen:
Die erste Aktion von Metropolar war am 23. und 24.04.2010. Ab 14 Uhr waren wir am Freitag und Samstag im Staudenhof, um mit den Bewohnern und Passanten ins Gespräch zu kommen, zu zeichnen, zu fotografieren, zu dokumentieren.



